Freitag, 16. Februar 2018

Karl RATZER - The Early Years

Ratzer Revisited
Kleiner Fingerzeig: noch vor Weihnachten erscheint KARL RATZER - THE EARLY YEARS mit allen essentiellen Aufnahmen der Slaves, Charles Ryder Corporation, Gipsy Love und C-Department (inkl. eines unveröffentlichten Albums). Also quasi die Essenz des Frühwerks, bevors ab in die USA und den Jazz ging... Limited Vinyl Edition, Auflage 500 Stück, monkey. / Schallter Records. Ende der Werbedurchsage.
>> Zit. Walter Gröbchen (SCHALLTER / MONKEY) 13.9.2016 !! <<

                      Jetzt dürfte es aber wirklich ernst werden !

                                                           VÖ: 21.04.2018


LP: THE EARLY YEARS (2018) MONKEY./ROUGH TRADE SCHALLTER 014

Coloured (red) Gatefold-Vinyl,140g, bedruckte Innersleeve, 500 Stück limitiert und nummeriert




Freitag, 9. Februar 2018

IN-SEIT - Penetranzen (2018) Wiener Brut 002

Der zweite Release auf Wiener Brut steht an. »Penetranzen« von In-Seit erscheint am 16.3.2018.

Aber zur Einordnung: Wiener Brut ist ein Sublabel von Neubau (beides unter kreativer Schirmherrschaft von Florian Stöffelbauer aka Heap) und konzentriert sich darauf, experimentelle elektronische Musik aus der Wiener DIY-Szene der 1980er Jahre wieder zugänglich zu machen. Katalognummer Eins stellte das grenzenlos wahnsinnig und genauso geniale selbstbetitelte Album von Poligam, das irgendwo auf dem Boden zwischen Wave, Industrial und Post-Punk-Dub die Scherben des eigenen Verstandes aufzufinden suchte.

»Penetranzen« hat keine Macke weniger, aber die Verpackung ist glatter. Das Duo In-Seit macht im Grunde Synthpop mit Blödel-Texten, grob gesagt eine Mischung aus P1E und Bap. Die LP ist eine Zusammenstellung unveröffentlichter Aufnahmen der Band.
(Zit. "hhv.demag")

 INSEIT - Penetranzen (2018) Wiener Brut WB 002

A1 Penetranzen
A2 Sirenen
A3 Millionär
A4 Come Stai (Instr.)
A5 Zauberschiff

B1 Perfect Strangers
B2 Tiermenschen
B3 Untitled
B4 Startbahn Mitternacht
B5 Stop 


                                                     Quelle: sra.at

 INSIDE 
1979 von Phil Wagenhofer und Erwin Kopf, zwei alten Haudegen der Linzer Szene gegründete Rockband, die mit ihrer Musik versuchen, eigene Gefühle, Gedanken und Erlebnisse wiederzugeben. Phil Wagenhofer gründete danach mit Irene Systeme IN-SEIT.
Sissy Wagenhofer (voc), Phil Wagenhofer (moog,voc), Erwin Kopf (git), Günther Kohl (dr), Andy Köhl (bg)
 Inside Out / Deliver Yourself (1979) Putstone Rec. PR-S 001-7910

IN-SEIT
Sie sind die außergewöhnlichste Gruppe der Linzer Szene. Ein Duo, das so wie "DAF" auf der Bühne mit Playback auftritt,in einem Wald von Elektronik sitzt - und dessen Sängerin Irene Systeme ein bißchen an "Ideal" erinnert. IN-SEIT ist sicher einer der ausgeflipptesten Musikversuche in Linz.
 > Penetrant modernistische Mann-Frau-Synthie-NDW < (Zit. "Als die Welt noch unterging")
Irene Systeme (voc), Phil Wagenhofer (key)

GROSSKARIERT (1982) PARK PH 500 382


                                                          A1        Grönlandkresch            
                                                          A2        Mann Von Welt             
                                                          A3        Lieber Schtress Als Tschess     
                                                          A4        Bauer Power     
                                                          A5        Ohne Dich        

                                                          B1        Hampelmann                                                                                                                                 B2        Wahre Liebe     
                                                          B3        Ätsch - Ätsch    
                                                          B4        Fernweh           
                                                          B5        Nachtschwärmer      

                                               Quelle: sra.at


 Nachtschwärmer / Down Town (1987) Koch Rec. EP 45.061 

 INseit kompakt
 
Es war so um 1981 im Elektro Schmidt, beim exzessiven Flippern mit Horst
Eckl, damals einer der renommiertesten Tontechniker (bei Pro Show, der
Firma vom Eela-Craig-Bassisten Gerhard Englisch). Zwischen Tilt und
Start kam einer auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht mal was
anderes singen möchte, als Patti-Smith-Covers, Folk, Jazz und Blues mit
den Musikern rund um die soeben gegründete Austria Knochenschau.
Auf die Frage, was sich der optisch irgendwie an Alain Delon erinnernde
Musiker Philipp Wagenhofer denn so vorstellt, sagte der: „New Wavig,
rein elektronisch!“
Das erste Treffen bei ihm zuhause war für mich sehr skurril. Immerhin
lebte er im Schloss Rufling, dem Erbe seiner hochadeligen Großmutter.
Philipp wohnte dort im sogenannten „Herrenzimmer“, 6 Meter hoch,
exquisite schwarze Jugendstil-Einrichtung. Zwischen Kleinoden von
Powolny, Hoffmann & Co standen Minimoog, Polymoog, Vocoder und all die
anderen Gerätschaften. Die Session war perfekt. Die Aufnahmen
überzeugten uns beide.
 
Philipp tourte damals noch unter dem Namen Inside durch die Lande, was
stilistisch nicht mehr zum neuen Sound passte und so änderten wir den
Namen zu „INseit“.
Und dann ging’s für uns sowieso Schlag auf Schlag: Proben für die erste
Linzer Rocknacht, Engagements und Auftritte zwischen Deutschland und U4,
LP- und Singleproduktionen („Großkariert“), zweite Rocknacht,
Fadi-Sampler, Auftritte im Quartett mit den Willi-Warma-Topmusikern
Peter Donke und Kurt Holzinger unter dem Slogan „Sehnsucht nach Chic und
Zärtlichkeit“ in Landgraf und Elektro Schmidt, etc.
Und weil Frauen in der Musikszene damals noch was Exotisches waren,
bekam ich naturgemäß viel Aufmerksamkeit. In Formaten wie „Ohne
Maulkorb“, „X-Large“, generell in den Radio- und TV-Stationen, waren wir
immer bestens vertreten. Außerdem hatten wir mit dem sogenannten
PPG-Waveterm zudem neben dem elektronischen Förstermeister Hubert
Bognermayr den ersten Musikcomputer in Österreich.
 
Das brachte uns Auseinandersetzungen mit anderen Bands, denen wir mit
unserem Elektroniktrieb damals höchst suspekt waren, weil sie alles, was
nicht akustisch und quasi „live“ gespielt wurde, noch als „unecht“
einstuften. Bei der 2. Rocknacht hat dann irgendwer sogar versucht, uns
zu boykottieren und mit Haarspray in unsere Revox gesprüht. Machte auch
nichts, der Sound, die teils sehr absurden, oft Banales persiflierenden
Texte und die schrägen Gesangslinien waren auch um diese zwei Spuren
weniger noch immer stark und vor den nun auch schon dreißig Jahren
außergewöhnlich. Und – da der Zeit voraus – nicht für alle verständlich.
Aber damit konnten wir leben.
Quelle: sra.at


 


Samstag, 3. Februar 2018

La Pelote Records


Sa. 10. Februar 2018

La Pelote Records wird eröffnet 9-14 Uhr


Präsentation der Schallplattenecke im La Pelote Künstlerbedarf 2700 Wr. Neustadt, Bahngasse 38. 
 

Wir feiern mit Sekt, Wein und selbstgebackenen Köstlichkeiten die neue Idee, regionale Musik (Vinyl, CD) im La Pelote zu verkaufen.
Bekannte Österreichische Labels wie Ink Music, Golden Pavilion, Konkord, Monkey Music, Noise Appeal, Panta R&E, Session Work, Stonefree.
Und vielleicht noch die eine oder andere Produktion aus unserer Gegend.
Da ist für jeden etwas dabei - von Jazz über Pop und Rock zu Noise und Punk.

Wir freuen uns auf deinen Besuch
Edeltraud und ihr Team
u.A.w.g
records@lapelote.at - 02622 22522




La Pelote Records ist ein Geschäft im Geschäft, und zwar eine Schallplattenecke im bekannten Wiener Neustädter Künstlerbedarfsgeschäft La Pelote in der Bahngasse 38 gegenüber der Kapuzinerkirche.
Außerdem ist La Pelote Records ein neu gegründetes Schallplattenlabel, das in Kooperation mit dem portugiesischen Reissue- und Folklabel Golden Pavilion und in Zukunft eventuell auch selbst Schallplatten herausgibt. Zwei gemeinsame Schallplatten sind schon in der Pipeline, nämlich Wiederveröffentlichungen des sehr raren und gesuchten Platten Nyl - Nyl (Prog Rock, 1976) aus Frankreich und Siglo Cero ‎- Latinoamérica (Psychedelic Rock, Prog Rock, Jazz Rock, 1970) aus Kolumbien, die Ende Februar / Anfang März natürlich auch im Geschäft erhältlich sein werden.
Die Schallplattenecke eröffnet am Samstag, 10. Februar, 9.00 bis 14.00, wo  es natürlich auch was zu trinken und zu essen gibt.
Das besondere an der Schallplattenecke ist, dass hauptsächlich Österreichische Produktionen "kleiner" Labels präsentiert werden. Zusätzlich will La Pelote eine Art Plattform für lokale Gruppen und MusikerInnen sein, die ihre Tonträger bringen und einstellen können (Kontakt: records@lapelote.at).
So gesehen sieht sich La Pelote Records als Förderer lokaler Labels und lokaler Bands mit der Chance zur verbesserten Distribution derer Tonträger.
Es werden LPs und CD renommierter österreichischer Label wie Ink Music, Konkord, Monkey, Noise Appeal, Panta R&E, Sessionwork und Stonefree präsentiert und natürlich auch bisher veröffentlichte Schallplatten des Partners Golden Pavilion.
Diese Angebot bietet eine tollen Querschnitt von Jazz über Pop und Rock bis zu Noise und Punkt in Österreich.


La Pelote Records

Wir wollen lokale Musik lokaler Labels verkaufen! Nutze unsere Schallplattenecke.

 


Du bist MusikerInn und willst deine Musik verkaufen. 
La Pelote übernimmt deine Tonträger auf Kommissionsbasis und präsentiert sie im Geschäft.

Spezialisiert auf lokale Labels und lokale MusikerInnen















Samstag, 23. Dezember 2017

SYMPTOM

1975 gründeten Otmar WEBER (dr) und Peter BADER (git) mit Franz WANITS (bg) und Peter TUNKEL (org) die Gruppe "PEACE". Nach intensiven Proben folgt im Dezember 1976 der erste Auftritt. 1977 verbucht die damals jüngste Rockgruppe des Burgenlandes erste Erfolge und stoßen ins Finale des "Burgenländischen Bandwettbewerbes" vor. Kurz darauf verstirbt Peter BADER gerade einmal 16 Jahre alt. Er wird durch Reinhard TURY ersetzt. 1979 folgt ein 40 Minuten - Auftritt auf ORF Burgenland. 1980 erfährt die Band eine Wandlung, der Name wird auf SYMPTOM geändert und mit Bertie UNGER (voc,git) stößt ein fünfter Mann zur Gruppe. Man entschließt sich weiters fortan nur mehr Musik mit deutschen Texten zu machen. In den folgenden Jahren schafft es SYMPTOM zu einer beliebten Live-Band und tritt u.a. mit Größen wie OPUS, WILFRIED, STS, FEZZZ etc. auf. 1983 tritt der ausgezeichnete Sänger Günter PRANGL als Sänger in die Fußstapfen von Bertie UNGER, der SYMPTOM aus gesundheitlich Gründen verläßt. Im September 1984 wird die LP "Sowieso" veröffentlicht, die leider kein großer Erfolg ist. Die durchaus hörenswerte Platte ist heute für  "Austro-Pop-Fans" ein gesuchtes Sammlerstück, aber nicht mehr leicht aufzutreiben. 1985 verließ PRANGL die Gruppe und schloß sich, den erfolgreicheren ROCKIP an. An seine Stelle trat wieder Bertie UNGER. Letzter Höhepunkt war ein Auftritt beim "Austro-Rockfestival 1985" in Knittelfeld, schließlich kam es aber zur Auflöung im selben Jahr.
20 Jahre später, folgte es 2005 ein kurzes Comeback mit einem Auftritt im OHO-Oberwart und in Bildein und der DVD - Produktion "Des eigene Leben - Die Rockgruppe SYMPTOM 1980-1985"



LP: SOWIESO (1984) SSM - Record 020 005-1 


Symptom 2005

 Des eigene Leben - Die Rockgruppe Symptom 1980 – 1985 Eine filmische Erzählung aus der Grenzlandprovinz von Peter Wagner EROS KADAVER FILM 2005
Das Südburgenland verfügte mit dem sog. Csaterberg über ein Kulturzentrum besonderer Art. Es lag in einer idyllischen Weinlandschaft, die ab den späten Sechzigerjahren zum Anziehungspunkt für eine damals als progressiv geltende Rockszene wurde. Wochenende für Wochenende pilgerten hunderte Fans zu Konzerten von Gruppen wie „Atlantis“, „Magic“, „Jessica“, „Bluespumpm“, die frühen „STS“ und „Opus“, „Wilfried“ – und „Symptom“. Ab Beginn der Achtziger Jahren mischte die Symptom-Familie, allesamt junge Leute aus dem Südburgenland, die Szene noch einmal kräftig auf, ehe sie Ende der Achtziger sanft entschlummerte.
Das filmische Portrait einer Gruppe von Menschen, denen gegen die Gewohnheiten der ländlichen Sitte an der demonstrativen Suche nach dem Eigenen in Musik und Lebensstil gelegen war, gestaltet der Autor und Regisseur Peter Wagner, der selbst Teil der damaligen Alternativszene war, zu einer „Erzählung aus der Grenzlandprovinz“: einerseits ist den Akteuren viel am Ausleben des Augenblicks gelegen, am vielfältigen Rausch als Widerstand gegen ein bürgerlich angepasstes Selbstbildnis, auf der Bühne genauso wie im Leben – andererseits regen sich in den Protagonisten selbstverständlich auch die Phantasien auf Einlass in den Olymp der Rockgrößen, der letztlich verwehrt bleibt. Dennoch ist ihr Scheitern kein Scheitern, weil das gemeinsame Erlebnis wesentlicher bleibt als der avisierte Erfolg. So stehen sie auch heute noch zu ihren Songs von damals, die weit davon entfernt sind, perfekt zu sein, aber so viel Authentizität und Erde besitzen, dass sie manchmal fliegen.


Idee, Konzept, Kamera und Schnitt: Peter Wagner
Ton: Adelheid Datfahrt

EROS KADAVER FILM 2005
© Alle Rechte vorbehalten. 

Bildein 2005